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Am 23. Mai 1931 wurde eine Klingelleitung
mit 20 Anschlüssen in Betrieb genommen, um die Männer so rasch
wie möglich alarmieren zu können. Die Staffel war für alpine
Einsätze, Krankentransporte und für den Rettungsdienst im
Gemeindegebiet von Werfen und Umgebung zuständig. Zu diesem
Gebiet gehören die hochalpinen Regionen des Hochkönigs (2941
m), des Tennengebirges (2431 m) und des Hagengebirges (2276
m).
Nach Bedarf wurde die Mannschaft vom Korpsarzt begleitet,
der auch für die notwendige Schulung sorgte. Dr. GERSDORF
war als guter Bergsteiger ebenfalls häufig bei alpinen Einsätzen
dabei.
 
1958 |
1974 |
Im Jahre 1943 übernahm Rupert PONDORFER die
Führung der Rettungsstaffel, die nun getrennt von der Feuerwehr
als Ortsstelle des Österreichischen Bergrettungsdienstes
in Erscheinung trat.
In dieser Zeit wurden Ausrüstung und Ausbildung der Mannschaft
dem anwachsenden Tourismus ange-passt. Als Nachfolger übernahm
Hans NEUMAYER die Leitung der Ortsstelle Werfen des Österr.
Berg-rettungsdienstes, für die er bis heute verantwortlich
ist.

Rupert PONDORFER |
Hans NEUMAYER |
Inzwischen erfolgte die Erschließung des
Hochkönigs und Tennengebirges durch hunderte neue ex-treme
Klettertouren, die Albert PRECHT, ein Mitglied der Ortsstelle
Werfen durchführte. Ihm gelangen bisher insgesamt über 800
Erstbegehungen im obersten Schwierigkeitsgrad. Die Rettungstechnik
wurde daher den hohen Anforderungen angepasst.
Der Juli 1976 ist ein weiterer wesentlicher Meilenstein in
der Geschichte des Bergrettungsdienstest. Dieser Tag ist die
Geburtsstunde des Flugrettungsdienstes für das Bundesland
Salzburg.
In Zusammenarbeit mit den Ärzten des Krankenhauses Schwarzach
i. Pg. wurde unter Leitung von Primar Dr. Rudolf FERDYNI,
der Flugeinsatzstelle Salzburg (BMI), der Gendarmerie, des
Roten Kreuzes und der Bergrettung wurde nach dem Muster der
Universitätsklinik Innsbruck ein Notarztbereit-schaftsdienst
für Hubschraubereinsätze aufgebaut. Dieses System funktionierte
lange Zeit zum Vorteil der Notfallpatienten tadellos.
Dieses Modell löste der Rettungshubschrauber Martin ab. Vier
qualifizierte Bergführer und Flugretter der Ortsstelle Werfen
waren im Team "Martin I" (Flugeinsatzstelle Salzburg,
Bundesministerium für Inneres) eingesetzt und führten viele
Rettungseinsätze in den alpinen und hochalpinen Regionen durch.

Der größte Einsatz in der Geschichte der
Bergrettung Land Salzburg erfolgte am 31. Jänner 1982 bei
einem Lawinenunglück in Werfenweng. 17 Personen wurden verschüttet,
4 davon konnten lebend ge-rettet werden. 400 Personen waren
unter akuter Lebensgefahr im Einsatz.
| Lawineneinsatz 31. Jänner 1982 -
Werfenweng |
Am 10.07.1983 führte die Bergrettung Werfen
eine einmalige Bergrettungsübung durch. Laut Übungs-annahme
wurden mit Hilfe eines 8oo m langen Stahlseils zwei in Bergnot
geratenen Kletterer aus der senkrechten Hochkogel-Nordwestwand
(Weg der Freunde) im Tennengebirge geholt. (Bild links)
Am 17.09.1984 wurde die Ärztin Dr. Elfriede Mörwald als erste
Frau in den Österreichischen Berg-rettungsdienst, Ortsstelle
Werfen, aufgenommen. (Bild mitte)
Im Jahre 1988 wurde ein Ärzterucksack mit medizinischen Geräten
(Sauerstoffgerät, EGK, Absaug-pumpe und Interbationsbesteck)
angekauft. (Bild rechts)
 
Nach einem anstrengenden Einsatz in der Nacht zum 27. September
1992 schlief Dipl. Ing. Franz Hoffmann am Steuer seines Wagens
ein. Mit Franz Buchner und Hans Premstaller hatte er zwei
deutsche Urlauber im Hochköniggebiet gerettet, die wegen Erschöpfung
nicht mehr weitergekonnt hatten. Das Auto des Retters kam
um 03.00 Uhr in der Früh von der Straße ab und stürzte in
einen Graben. Dabei erlitt Franz Buchner einen Wirbelbruch.
Der Lenker und Hans Premstaller kamen mit leichten Verletzungen
davon. Der Pkw wurde total beschädigt.
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Am 11.12.1994 wurde das 75-jährige
Bestehen der Ortsstelle Werfen gefeiert. Die "Salzburger
Nachrichten" schrieb am 16. 12.1974: "Werfen stellt
die Elite der Bergrettung".
Mit dem Jahr 2007 führt die Geschäfte der Ortsstelle Herbert Deutinger jun., die Übergabe erfolgte am 17.12.2006 im Rahmen der jährlichen Weihnachtsfeier im Gasthof Reitsamer,
anwesend der Großteil der Ortsstellenmitglieder, weiters Landesleiter Hias Gruber, die Bürgermeister Franz Meißl Werfen, LAbg.ÖkRat.Simon Illmer und Dr.Peter Brandauer Werfenweng. Für die immer großzügigen Spenden der Gemeinden Werfen, Pfarrwerfen und Werfenweng sei hier gedankt.!
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Der hohe Ausbildungsstand der Ortsstelle Werfen wird in Fachkreisen
anerkannt. |